In der letzten Woche des Wintersemesters verließen die drei sechsten Klassen des Gymnasiums erneut die gewohnten Schulräume und tauchten in Lebenswelten ein, die vielen zuvor fremd waren.
Inklusion hautnah erleben:
Alle drei Klassen erhielten von Heidemarie Plank (MS) eindrucksvolle Einblicke in die Praxis der Inklusion. Beim Besuch der inklusiven Koproduktion der Theaterakademie LebensGroß und des Mezzanin Theater „Geschichten aus dem Frisiersalon“ im Schauspielhaus Graz wurden diese Eindrücke vertieft.
Leben ohne Sehsinn:
Die 6BO und 6EG durften im Odilien-Institut erfahren, wie blinde und sehbehinderte Menschen ihren Alltag meistern.
Pflegeeinrichtungen:
Am Dienstag besuchten alle Klassen unterschiedliche Pflegeeinrichtungen. Die Gespräche mit Bewohner:innen und Pfleger:innen machten deutlich, wie wertvoll menschliche Nähe und Zuwendung sind.
Weitere Highlights dieser Woche:
Die bewährte Exkursion in die Rehabilitationsklinik Tobelbad, der Workshop des Steirischen Gehörlosenvereins, der eindrucksvoll zeigte, wie Kommunikation auch ohne gesprochene Worte gelingt, sowie die vielfältigen Stationen der Caritas-Tour (Bahnhofsmission Graz, Marienstüberl, Marienambulanz, Schlupfhaus Graz, CARLA-Sortierlager) machten soziale Arbeit greifbar.
Neu im Rahmen dieser Woche war der Besuch bei LOGO Jugendmanagement, wo die Jugendlichen die Angebote für junge Menschen und die Aktion „Points for Action“ kennenlernen durften.
Ziel dieser Woche war es, den Jugendlichen nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern ihnen echte Begegnungen zu ermöglichen. Erfahrungen wie das Lenken eines Rollstuhls, das Tragen eines „Altersanzugs“, das Fühlen mit gepolsterten Handschuhen oder das Bewältigen eines Weges mit Augenbinde und Blindenstock machten Einschränkungen unmittelbar spürbar.
Wer die Bahnhofsmission Graz besucht, die Marienambulanz kennengelernt oder im CARLA-Verteilungslager mitgeholfen hat, sieht die eigene Stadt danach mit anderen Augen. Viele Schüler:innen erzählten, dass sie plötzlich Dinge wahrnehmen, die ihnen davor nicht aufgefallen waren.
Für einige war diese Woche auch ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit im öffentlichen Raum sowie eine wertvolle Orientierung für die Wahl ihres Einsatzortes im kommenden Sozialpraktikum.
Das Projektteam
Ulrike Fiedler, Nicole Fröhlich, Bernd Gunacker, Iris Liebminger, Astrid Wagner, Thomas Windisch