Hoffnung finden in scheinbar hoffnungslosen Zeiten – unter dem Motto History and Hope – Learning for Change fand zum 32. Mal die jährliche EuroClio-Konferenz statt. Co-organisiert wurde die diesjährige Veranstaltung vom Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel. Letzteres, genauer das Europäische Parlament, fungierte auch als Austragungsort. An drei Tagen wurden im Rahmen von Workshops, Vorträgen und Plenumsdiskussionen unterschiedliche theoretische Konzepte von Hoffnung sowie deren mögliche methodische Implementierung im Unterricht diskutiert. Die Bandbreite reichte hier von unterschiedlichen Storytelling-Techniken über Critical History-Tours bis zum Erstellen eines eigenen Hope-Manifests, das im Anschluss an die Tagung auf der Homepage des Hauses der Europäischen Geschichte eingesehen werden kann. Einen weiteren besonderen Höhepunkt stellten Schulbesuche wie in der European School IV in Laeken dar. Neben einer allgemeinen Schulführung am beeindruckenden Campus wurde der Fokus auf die Präsentation der dort abgehaltenen European Hours gelegt. Diese zeigen sich als Fixpunkt im Unterrichtsalltag und unterstreichen einmal mehr die Relevanz von fächerübergreifenden europäischen Lerninhalten. Trotz des dicht gefüllten inhaltlichen Programms kam auch das Gespräch mit Lehrpersonen aus anderen Ländern nicht zu kurz. Eines stach hier besonders hervor: Wenngleich sich die Rahmenbedingungen oftmals unterscheiden, so eint doch alle der unbändige Glaube an die Macht der Bildung hinsichtlich einer guten Zukunft in Europa und der Welt. Besonders die Geschichte sowie die vielfältigen individuellen Geschichten, die diese geformt haben, zeigen hier, dass auch in den schwersten Zeiten immer wieder Hoffnung gefunden werden konnte und kann. Oder – um es mit den sinngemäßen Worten eines der berühmtesten, wenn auch fiktiven, Schulleiters aller Zeiten zu sagen: Licht findet man selbst in den dunkelsten Stunden, wenn nur eine Person daran denkt, dieses einzuschalten. In diesem Sinne: Machen wir es wie Albus Dumbledore und suchen wir den nächsten Lichtschalter!
Iris Liebminger