Am Anfang des Schuljahres hatten wir die besondere Möglichkeit, mit Erasmus+ einen Monat in Frankreich zu verbringen. Lilly war in Valbonne bei Anaé und hat dort das Leben im Landesinneren kennengelernt, während Sarah in Nizza in der Nähe des Strandes bei Yacine gewohnt hat. Von Anfang an war es eine tolle Erfahrung, vor allem, weil wir uns mit unseren Austauschpartnern gut verstanden haben. Dadurch haben wir uns schnell wohlgefühlt und konnten die Zeit richtig genießen. Besonders schön war auch, dass wir ihre Familien kennenlernen durften. Es war spannend, Teil einer fremden Familie zu sein und ihren Alltag, ihre Gewohnheiten und Traditionen mitzuerleben.
Schon nach kurzer Zeit haben wir gemerkt, wie sehr uns dieser Aufenthalt verändert und weitergebracht hat. Durch das viele Zuhören im Alltag – in der Schule, zu Hause und mit Freunden – verstehen wir gesprochenes Französisch jetzt viel besser. Auch unser eigenes Sprechen hat sich deutlich verbessert, weil wir jeden Tag auf Französisch kommuniziert haben. Wir haben gelernt, spontaner zu sprechen und keine Angst vor Fehlern zu haben. So mit Jugendlichen in unserem Alter zu lernen, macht viel mehr Spaß und ist viel natürlicher als nur im Unterricht.
Außerdem sind wir durch diese Erfahrung viel selbstbewusster geworden. Wir haben gelernt, selbstständig zu sein, Verantwortung zu übernehmen und uns in einer neuen Umgebung zurechtzufinden. Wir haben nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessert, sondern auch die französische Kultur und das französische Schulsystem kennengelernt. Dabei haben wir Unterschiede bemerkt und festgestellt, dass uns das österreichische Schulsystem besser gefällt. Insgesamt war dieser Monat eine unvergessliche und prägende Zeit, die uns sprachlich, persönlich und kulturell sehr weitergebracht hat.
Lilian Kodritsch und Sarah Schröck, 6BO